Es sollte das erste von noch maximal drei Spielen für den EHC Waldkraiburg in der Saison 2025/2026 werden. Die Auftaktpartie zu den Play-Downs der Eishockey-Bayernliga gegen Burgau sollte das Ende einer gebrauchten Saison einläuten. Die Vorzeichen standen dafür gut: Kapitän Nico Vogl stand – zwar mit Vollvisier, aber dennoch – wieder in der Aufstellung, Tobias Jakob kam aus der „Oans Bee“ zur Hilfe, womit die Löwen mit einer Kaderstärke von 21 Spielern so gut besetzt waren wie schon lange nicht mehr. Die Burgauer Gäste waren mit 20 Spielern nur leicht dünner aufgestellt, gaben aber – wie schon im letzten Auswärtsspiel der Löwen in Burgau – Philipp Schnierstein im Tor den Vorzug.

Eben dieser Schnierstein stand, wie auch seine Vorderleute, nach nur 14 Sekunden im Fokus. Mit dem ersten Angriff der Partie fuhr der genesene Nico Vogl von rechts auf das Tor zu. Sein Schuss landete am Pfosten und von dort auf dem Schläger von Florian Maierhofer, der keine Mühe hatte, den Puck zum 1:0 im Tor unterzubringen. In der Folge spielte zumeist der EHC Waldkraiburg auf das Tor der Eisbären, während diese durch Entlastungsangriffe auffielen, die sie vor allem zum Wechsel nutzten. In der neunten Minute gab es die erste von lediglich zwölf Strafminuten in dieser fair geführten Begegnung: Jan Loboda musste wegen Bandenchecks auf die Strafbank. Diese Möglichkeit nutzte Burgau nach nur 35 Sekunden zum Ausgleich. Einen von David Ballner produzierten Nachschuss zwängte Oppenberger zwischen Max Englbrechts Schlittschuh und den Torpfosten zum 1:1 ins Netz. Mit diesem Treffer verloren die Löwen augenscheinlich nicht nur ihre Führung, sondern auch ihre Selbstsicherheit. Die Fehlpässe häuften sich, man spielte sich im eigenen Drittel fest und ließ sich ohne erkennbare Lösung unter Druck setzen. Dabei konnten sich die Waldstädter noch glücklich schätzen, nicht mit einem Rückstand in die erste Pause zu gehen. Nachdem Martin Kokeš sieben Minuten vor Drittelende an der blauen Linie der Puck abgenommen wurde, war Burgaus Schwede Mikko-Matti Paakkola allein durch. Doch Max Englbrecht blieb ruhig und entschärfte die Situation.

Nach rund drei Minuten im zweiten Abschnitt durften die Löwen-Fans wieder hoffen. Sie sahen Jakub Šrámek, der typisch für ihn durch die Reihen der Burgauer Verteidigung kurvte. Selbst Philipp Schnierstein war bereits geschlagen, doch untypisch für den Tschechen brachte Šrámek den Puck mit der Rückhand nicht hoch genug, sodass der Versuch an Schniersteins Schoner endete. Insgesamt hatte er in diesem Drittel drei weitere gute Möglichkeiten, blieb an diesem Abend jedoch glücklos vor dem Tor. Auch die Burgauer Gäste blieben ohne Fortune. Obwohl sie – oft begünstigt durch Waldkraiburger Ungenauigkeiten – zu viel Platz erhielten, stand Max Englbrecht wie eine Mauer und rettete das 1:1 in die zweite Pause.

Foto: Yasmin Neumann
Bericht: Alex Ahrends