Noch wenige Tage bis zum großen Volleyball-Highlight des Jahres: Am Samstag, 28. Februar 2026, steigt das Zoi DVV-Pokalfinale in der erstmals ausverkauften SAP Arena in Mannheim. Im Endspiel der Frauen treffen der VfB Suhl LOTTO Thüringen und Allianz MTV Stuttgart aufeinander, bei den Männern kämpfen der VfB Friedrichshafen und die SVG Lüneburg um den begehrten Titel. Die Vorfreude auf einen packenden Pokalfight ist bei allen Beteiligten spürbar.
Mit einer digitalen Pressekonferenz haben die Volleyball Bundesliga
(VBL) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) die heiße Phase vor dem
Saisonhöhepunkt eingeläutet. Mit dabei waren die Cheftrainer sowie
jeweils eine Spielerin beziehungsweise ein Spieler der vier Finalteams,
aber auch VBL-Geschäftsführerin Kim Oszvald-Renkema und Partnermanagerin
Sophie Riedel vom neuen Namenspartner Zoi. Sie sprachen über die
besondere Bedeutung des Pokalfinals, ihre Vorbereitung auf den Showdown
in Mannheim und die Erwartungen an eine stimmungsvolle Kulisse beim
letzten Endspiel in der SAP Arena.
László Hollósy (Trainer VfB Suhl LOTTO Thüringen) über…
…den Sieg gegen Stuttgart im Ligaspiel am Sonntag: „Selbstverständlich sind wir sehr stolz auf diesen Sieg, aber es ist nur ein Spiel wie jedes andere. Natürlich reden jetzt alle darüber, dass wir Stuttgart geschlagen haben, aber seien wir ehrlich: Stuttgart ist immer noch der Favorit. Für uns ist es am wichtigsten, dieses Finale zu genießen und ein gutes Spiel zu machen.“
…die Suhler Fans und die Atmosphäre in der SAP Arena: „Das Finale wird für alle eine großartige Erinnerung. Unsere Fans sind genauso emotional wie unser Team und sie werden auch am Samstag der Rückhalt unseres Teams sein. Für uns ist es schwierig, sich auf so eine große Halle mit mehr als 12.000 Zuschauern vorzubereiten. Wir dürfen nicht darüber nachdenken, sondern müssen uns nur auf uns selbst konzentrieren.“
Roosa Laakkonen (Kapitänin VfB Suhl LOTTO Thüringen) über…
…die Erwartungen nach dem Fünf-Satz-Krimi am Sonntag in der Liga: „Ich bin mir sicher, dass es wieder ein fantastisches Spiel wird. Beide Teams werden sicher noch einige neue Taktiken oder Elemente für das Spiel entwickeln, um noch besser zu spielen.“
…die Kulisse: „Am Anfang wird es sicher sehr überwältigend sein. Ich habe noch nie in so einer großen Arena oder vor so einem großen Publikum gespielt. Es ist wichtig, dass wir dort vorher ein paar Mal trainieren können. Aber wir konzentrieren uns wirklich nur auf unser Team, auf unser Spiel. Alles andere versuchen wir auszublenden. Aber ich bin wirklich aufgeregt.“
Konstantin Bitter (Trainer Allianz MTV Stuttgart) über…
…die Niederlage bei der Generalprobe: „Wir haben großen Respekt vor Suhl – sie sind nicht ohne Grund Tabellenzweiter und haben zu Hause Schwerin und Dresden geschlagen. Das Spiel am Sonntag hat gezeigt, dass zwei Topteams aufeinandertreffen. Trotz unseres großen Umbruchs im Sommer spielen wir eine fantastische Saison, haben international starke Auftritte hingelegt und uns das Finale absolut verdient. Natürlich kann man uns aufgrund des Saisonverlaufs als Favoriten sehen, aber ein Pokalfinale ist immer etwas Eigenes mit ganz besonderen Dimensionen.“
…den Umbruch in seinem Team und die Stärken seiner Mannschaft: „Es sind viele Faktoren, die zu unserem Erfolg beigetragen haben: Wir haben gute Verpflichtungen getätigt und es ist eine starke Teamchemie entstanden. Mit harter Arbeit und einer positiven Dynamik haben wir uns in einen Lauf gespielt und ein echtes Selbstverständnis entwickelt. Besonders ist auch unsere Resilienz – wir haben mehrfach gezeigt, dass wir nach Rückschlägen zurückkommen können“
Antonia Stautz (Kapitänin Allianz MTV Stuttgart) über…
…den Druck im Finale: „Ich hatte fast vergessen, dass ich das Finale schon zweimal verloren habe, daher sage ich: alle guten Dinge sind drei. Für mich, aber auch für mein Team, ist es ein Riesenprivileg und ein absolutes Highlight, überhaupt im Finale zu stehen und uns mit dem anderen besten Team der Bundesliga messen zu können. Ich hoffe auf ein genauso spannendes Spiel wie gestern, dass wir den Fans richtig was bieten können. Und natürlich wünsche ich mir, dass es diesmal anders ausgeht.“
…die erstmals ausverkaufte SAP Arena: „Ich habe auch das Corona-Pokalfinale komplett ohne Fans in Mannheim gespielt. Deswegen freue ich mich jetzt umso mehr. Es ist schon Wahnsinn, dass so viele Leute kommen, um uns spielen zu sehen. Das zeigt auch, wie interessant unser Sport in Deutschland inzwischen ist. Es ist eine enorme Kulisse und wir wollen es einfach genießen.“
Stefan Hübner (Trainer SVG Lüneburg) über…
…den bisherigen Pokalfluch mit drei Finalniederlagen gegen Friedrichshafen: „Man sagt ja: alle guten Dinge sind vier. Du musst lernen, solche Spiele zu spielen – als Verein, als Trainerteam und als Spieler. Wir haben uns in den letzten Jahren viel mehr an diese speziellen Rahmenbedingungen gewöhnt. Neben unseren Champions-League-Auftritten und unserer neuen Halle hilft sicher auch, dass wir ungewohnterweise mal an der Tabellenspitze stehen und diese in jedem Spiel verteidigen müssen. Das tut der Mannschaft unheimlich gut. Und je öfter man im Finale spielt, desto größer ist die Chance, dass du irgendwann mal eins gewinnst.“
…die Bedeutung des ersten Titels für den Verein: „Natürlich träumen alle davon – im Verein, die Fans und das ganze Umfeld. Es wäre für alle schön, das zu erleben und etwas für ihr Engagement und ihren Invest zurückzubekommen. Ich persönlich definiere meine Arbeit nicht über Ergebnisse, aber es wäre natürlich toll, bei so einem Finale mal ganz oben zu stehen.“
Jesse Elser (Kapitän SVG Lüneburg) über…
…das Selbstvertrauen nach zwei Liga-Siegen gegen den VfB: „Die Siege geben uns natürlich Selbstvertrauen, aber unser Selbstbewusstsein kommt vor allem aus der gesamten Saison – aus all der Arbeit, die wir seit August geleistet haben, aus all den Trainingseinheiten und all den Spielen, die wir bestritten haben. Es ist schön, dass wir sie bereits zweimal geschlagen haben, aber es ist die ganze Saison und jetzt läuft alles auf diesen Moment hinaus.“
…die Unterstützung der Lüneburger Fans, die mit einem Sonderzug anreisen: „Sie sind immer sehr laut, haben immer ein Lächeln im Gesicht und freuen sich immer riesig für uns, egal was passiert. Wir freuen uns, sie in Mannheim zu sehen und auf ihre lautstarke Unterstützung.“
Radomir Vemic (Sportdirektor & Co-Trainer VfB Friedrichshafen) über…
…die Vorbereitung nach zwei Niederlagen gegen die SVG Lüneburg in der Liga: „Wir kennen den Gegner sehr gut und wissen, in welchen Bereichen wir besser performen müssen. Aber wir legen den Fokus ausschließlich auf unser eigenes Spiel. Wir bereiten unsere Spieler mental und körperlich gut vor - auf die Kulisse und auf fünf Sätze auf höchstem Niveau.“
…was den Unterschied machen kann: „Es kommt auf die Mannschaft an – wer hält länger zusammen, wer kann länger auf dem höchsten Niveau performen und wer ist stärker im Bereich Blockabwehr? Mit Adam und Stefan stehen sich zwei sehr gute Trainer gegenüber, die ihre Teams bestmöglich auf das Finale vorbereiten. Aber am Ende sind es immer zwei oder drei Bälle, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Diese Momente müssen wir besser für uns nutzen.“
Marcus Böhme (Mittelblocker VfB Friedrichshafen) über…
…seine Erfahrung: Ich habe schon öfter vor großen Kulissen gespielt. Diese Erfahrung möchte ich vor allem an die jüngeren Spieler weitergeben, die so ein Finale vielleicht zum ersten Mal erleben. Entscheidend ist, sich nicht von der Atmosphäre beeindrucken zu lassen, sondern den Fokus auf das eigene Spiel, die eigene Leistung und die Mannschaft zu richten. Wenn ich dazu einen kleinen Beitrag leisten kann, hilft uns das vielleicht, am Ende den entscheidenden Tick besser zu sein.“
…den möglichen 18. Pokaltitel für den VfB: „Der Titelhunger ist gewaltig – bei den Spielern, Trainern und im Management. Das motiviert jeden, in so einem gigantischen und nicht alltäglichen Spiel nochmal eine Schippe draufzulegen.“
Sophie Riedel (Managing Partner Zoi GmbH) über…
…die Neuerungen im Zoi DVV-Pokalfinale durch Zoi: „Es ist eine Sache, viele Daten zu erheben, aber man muss sie auch leben. Im internationalen Volleyball wird da schon viel gemacht, da können und wollen wir noch einen Sprung machen. Die Fans wollen sehen, was passiert in Echtzeit auf dem Feld – das werden wir erlebbarer machen. Zudem haben wir im Foyer einen Stand mit coolen Mitmach-Aktionen.“
Kim Oszvald-Renkema (Geschäftsführerin Volleyball Bundesliga) über…
…die erstmals ausverkaufte SAP Arena: „Es ist ein sehr würdiger Abschied aus Mannheim und es bedeutet uns sehr viel, dass das Pokalfinale dort erstmals ausverkauft ist. Wir spielen jetzt endlich am Samstag, das war ein enorm wichtiger Schritt. Zudem haben wir erstmals mit Zoi einen Namenspartner für das Pokalfinale. Das gibt uns viel mehr Möglichkeiten, das Event weiterzuentwickeln und auch den Umzug nach Köln in die größere Arena zu wagen. Das ist wahnsinnig gut für unseren Sport und für unsere Reichweiten.“
Der Kampf um den ersten Titel des Jahres – live bei Dyn und SPORT1
Das Endspiel der Frauen steigt am Samstag um 16 Uhr und wird live im Free-TV bei SPORT1 (Sendestart 15:45 Uhr) sowie im Livestream beim VBL-Medienpartner Dyn (Sendestart 15:30 Uhr) gezeigt. Ab 19 Uhr kämpfen die Männer um die begehrte Trophäe. Das Spiel gibt es im Livestream bei Dyn. Kommentiert werden die Spiele bei Dyn von Jannik Schiller & Karla Borger (Frauen), sowie Martin Stuber & Alexander Walkenhorst (Männer). Zudem begleitet Dyn-Moderatorin Anett Sattler beide Spiele. Bei SPORT1 sitzt Dirk Berscheid am Mikrofon.
Alle Informationen gibt es unter dvv-pokal.de
Das Zoi DVV-Pokalfinale am Samstag, 28. Februar 2026, im Überblick:
- Sa, 28.02.26, 16:00 Uhr, VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. Allianz MTV Stuttgart
- Sa, 28.02.26, 19:00 Uhr, VfB Friedrichshafen vs. SVG Lüneburg *
* Der Spielbeginn kann sich verzögern
Text und Foto: DVL Pressestelle